Preisspitze ade - Heizölpreis auf dem Weg zum Jahrestief!

Die Öl- und Heizölpreise geben am Dienstag erneut stark nach und befinden sich weiter im Abwärtstrend. Je nach Region könnte auf die späten Tage des Jahres 2018 sogar das bisherige Jahrestief der Heizölpreise aus dem Februar noch unterschritten werden.

Für die Ölpreise am Weltmarkt setzte es gestern den nächsten Tiefschlag und auch am Dienstagvormittag finden die Kurse keinen Halt. Die Stabilisierung durch den OPEC-Beschluss zur Kürzung der Fördermengen stabilisierte die Preise nur kurz. Kaum drei Wochen sieht es nach einer Wiederaufnahme des steilen Abwärtstrends aus, der Markt seit Anfang Oktober fest im Griff hat.

Heizöl in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird durchschnittlich 1,3 Cent bzw. Rappen niedriger gehandelt als gestern und ist damit so günstig zu haben wie seit dem Frühjahr nicht mehr. In Norddeutschland, Österreich und der Schweiz könnte kurz vor Ultimo sogar das bisherige Jahrestief aus dem Februar noch fallen. Rund fünf Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl fehlen noch, um den statistischen Tiefpunkt zu egalisieren. Ebenso weit bzw. nah sind auch die Vergleichspreise aus dem Dezember 2017 entfernt. Lediglich Verbraucher in Süddeutschland sind noch leicht von den Nachwehen der Warenknappheit aus dem Oktober belastet. Positiv ausgedrückt besteht hier aktuell das größte Abwärtspotential für alle, die es schaffen die Bestellung über den Jahreswechsel hinauszuzögern. Niedrigwasser am Rhein ist bis auf Weiteres kein Thema mehr und die Bayernoil Raffinerie in Vohburg soll ihren Betrieb laut Donaukurier zwischen Ende März und Anfang August 2019 schrittweise wieder aufnehmen. Sodass hier spätestens ab Ende des ersten Quartals 2019 mit positiven Preiseffekten für bayerische Heizölkunden zu rechnen ist.

Zusätzlich zum Abwärtstrend am Ölmarkt hat sich nach einer wochenlangen ruhigen Phase auch der Euro zurückgemeldet. Er verbucht Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar, was Ölimporte in die EU zusätzlich verbilligt. Der Schweizer Franken zieht nach.

Allen Unkenrufen zum Trotz können Ölheizungsbesitzer aufatmen und weiter mit dem guten Gefühl heizen, ein bequemes, verlässliches und günstiges Heizsystem im Keller zu haben. Wer nicht gerade im Oktober oder November die Tanks füllen musste, zahlt in diesem Jahr kaum mehr als im Vorjahr für ein warmes Heim. Anders als häufig in reißerischen Medienberichten propagiert wissen Kunden, was sie an der Ölheizung haben und sind äußerst geschickt bei der Wahl eines günstigen Kaufzeitpunkts. So wurden auf dem Höhepunkt der Preisspitze Anfang November hauptsächlich kleine Mengen geordert, um Platz im Tank zu haben, wenn es wieder billiger wird. Gleichzeitig lag die Zahl der Haushalte, die überhaupt etwas bestellt haben 75% niedriger als im Dezember.

Börsendaten
  Dienstag
18.12.2018 - 13:10 Uhr
Schluss Vortag
17.12.2018
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
58,00 $
pro Barrel
58,66 $
pro Barrel
-1,13%
Gasöl 537,00 $
pro Tonne
542,00 $
pro Tonne
-0,92%
Euro/Dollar 1,1387 $ 1,1347 $ +0,35%
(etwas fester)
USD/CHF 0,9915 CHF 0,9931 CHF -0,16%
(konstant)
Deutschland 64,23 € 65,55 € -2,01%
Österreich 72,90 € 72,99 € -0,12%
Schweiz 89,71 CHF 90,79 CHF -1,19%
4-Wochen-Prognose
Rohöl fallend
Heizöl fallend
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